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Februar – Winterkraft, Farbenfreude und neue Impulse

Winterkohl auf dem Höhepunkt, aromatische Lageräpfel, vitaminreiche Zitrusfrüchte, farbenfrohe Faschingsideen und neue Impulse von der Intergastra: Der Februar zeigt, wie Regionalität, Bioqualität und saisonale Vielfalt zusammenwirken – kraftvoll im Winter und mit Blick auf den Frühling.

Februar – Winterkraft, Farbenfreude und neue Impulse

Der Februar ist kein bloßer Übergangsmonat zwischen Winter und Frühling. Er ist eine Phase der Konzentration und zugleich der Bewegung. Während draußen noch kühle Temperaturen dominieren, verändert sich das Licht bereits spürbar. Die Tage werden länger, erste sonnige Abschnitte durchbrechen das winterliche Grau. Genau in dieser Spannung zwischen Tiefe und Aufbruch entfaltet sich eine besondere Dynamik – auch in der saisonalen Küche. Winterprodukte erreichen jetzt ihren aromatischen Höhepunkt, regionale Lagerware beweist Stabilität und Zitrusfrüchte bringen Frische in kräftige Gerichte. Gleichzeitig entstehen neue Impulse durch Austausch, Innovation und strukturelle Weiterentwicklung im Sortiment. Der Februar verbindet somit Substanz, Farbe und Perspektive.

Winterkohl – Kraftvoll, lagerfähig und am Saisonende

Kohlsorten prägen die Wintersaison wie kaum eine andere Gemüsegruppe. Im Februar stehen Grünkohl, Rosenkohl, Flower Sprouts, Wirsing und Rotkraut noch in ausgezeichneter Qualität zur Verfügung, doch ihre Zeit neigt sich langsam dem Ende zu. Gerade diese letzte Phase der Saison ist geschmacklich besonders interessant, da sich viele Aromen durch winterliche Kälte intensiviert haben.

Grünkohl zählt zu den nährstoffreichsten Gemüsesorten überhaupt. Er enthält hohe Mengen an Vitamin C, Vitamin K sowie Eisen und sekundären Pflanzenstoffen. Besonders bemerkenswert ist, dass Frost seinen Geschmack positiv beeinflusst. Niedrige Temperaturen wandeln Stärke in Zucker um, wodurch das Aroma milder und runder wird. Rosenkohl bringt eine feine nussige Tiefe mit, die sich besonders durch Rösten oder kurzes Anbraten entfaltet. Flower Sprouts, eine Kreuzung aus Rosenkohl und Grünkohl, verbinden optische Leichtigkeit mit intensivem Geschmack und sorgen für moderne Präsentationen auf dem Teller.

Die lange Verfügbarkeit dieser Kohlsorten ist kein Zufall. Winterkohl wächst langsam, ist kälteresistent und sehr lagerfähig. Viele Sorten verbleiben bis in den Spätwinter hinein auf dem Feld oder werden unter kontrollierten Bedingungen gelagert. Diese Robustheit macht sie zu tragenden Säulen der saisonalen Küche. Doch mit dem nahenden März beginnt der Übergang. Der Februar ist damit die bewusste Phase, diese kraftvollen Gemüse noch einmal intensiv zu nutzen.

Regionale Lagerware – Äpfel und Birnen mit Tiefe und Vielseitigkeit

Äpfel und Birnen aus Baden-Württemberg begleiten den Winter bis in den Februar hinein in bemerkenswerter Qualität. Moderne Lagertechnik mit kontrollierter Atmosphäre reduziert den Sauerstoffgehalt und verlangsamt natürliche Reifeprozesse. Dadurch bleiben Frische, Biss und Aroma über Monate hinweg erhalten.

Geschmacklich entwickeln viele Apfelsorten während der Lagerung eine besonders ausgewogene Balance aus Süße und Säure. Die anfänglich dominante Frische verbindet sich mit ausgereifter Fruchtigkeit. Birnen entfalten mit zunehmender Lagerzeit eine weichere Textur und ein intensiveres Aroma. Diese geschmackliche Tiefe eröffnet vielfältige kulinarische Möglichkeiten. Neben klassischen Desserts entstehen herzhafte Apfelkuchen mit würzigem Käse oder Zwiebeln, fruchtige Komponenten in winterlichen Salaten oder Chutneys als Begleiter zu Kohlgerichten. Auch frisch gepresste Säfte oder moderne Mischungen mit Karotte oder Roter Bete zeigen, wie kreativ regionale Lagerware eingesetzt werden kann.

Regionale Lagerware steht im Februar für Kontinuität und Verlässlichkeit. Sie verbindet traditionelle Obstkultur mit zeitgemäßer Interpretation und schafft Planungssicherheit in einer Phase, in der Frischeprodukte aus dem Freiland noch begrenzt verfügbar sind.

Zitrusfrüchte – Vitaminreiche Frische im Spätwinter

Im Februar erreichen Zitrusfrüchte ihren geschmacklichen Höhepunkt. Orangen, Mandarinen, Grapefruits, Zitronen und Blutorangen sind jetzt besonders aromatisch, da sie unter optimalen klimatischen Bedingungen gereift sind. Ihr hoher Vitamin-C-Gehalt unterstützt die normale Funktion des Immunsystems und trägt dazu bei, die körpereigene Abwehr in der kalten Jahreszeit zu stärken. Gerade in einer Phase, in der Erkältungen und grippale Infekte verbreitet sind, gewinnen vitaminreiche Lebensmittel an Bedeutung.

Neben Vitamin C enthalten Zitrusfrüchte sekundäre Pflanzenstoffe und Antioxidantien, die oxidativen Stress im Körper reduzieren können. Ihre natürliche Fruchtsäure wirkt belebend und bringt Leichtigkeit in kräftige Wintergerichte. Zitronensaft hebt Ofengemüse geschmacklich an, Orangenzesten intensivieren Dressings, Grapefruit schafft Bitter-Süß-Kontraste und Blutorangen setzen mit ihrem tiefroten Fruchtfleisch visuelle Akzente.

Zitrusfrüchte fungieren im Februar als aromatische Brücke zwischen Winter und Frühling. Sie bringen Frische in eine Jahreszeit, die von erdigen und kräftigen Aromen geprägt ist, und ergänzen regionale Produkte um eine lebendige Komponente.

Faschingszeit – Tradition, Farbe und saisonale Kreativität

Mit der Faschingszeit wird der Februar spürbar lebendiger. Farben dominieren Straßen, Kostüme und Veranstaltungen. Diese Farbigkeit kann sich auch in der Küche widerspiegeln. Gerade in einer Jahreszeit, die oft von gedeckten Naturtönen geprägt ist, entsteht durch intensive Farbkontraste auf dem Teller ein bewusster Gegenakzent.

Traditionell gehören süße Gebäcke zur Faschingszeit. Eine saisonale Interpretation gelingt beispielsweise mit Apfelfüllungen aus regionaler Lagerware. Apfelkrapfen oder mit Apfelmus gefüllte Berliner verbinden klassische Festtradition mit heimischem Obst. Gleichzeitig können moderne Gerichte mit starkem Farbkonzept entstehen. Eine winterliche Bowl aus Roter Bete, Paprika, Karotten, Spinat und Radicchio setzt intensive Rottöne, leuchtendes Orange und kräftiges Grün in Szene. Ein Dressing auf Basis von Orange oder Zitrone verstärkt diese Farbwirkung zusätzlich.

Farbe wird damit nicht nur dekorativ eingesetzt, sondern als bewusstes Gestaltungselement verstanden. Zwischen Tradition und Kreativität entsteht eine Verbindung aus saisonaler Vielfalt, Regionalität und Lebensfreude.

Intergastra – Innovation, Netzwerk und Branchendialog

Vom 07.02. bis 11.02. fand in Stuttgart die Intergastra statt, eine der bedeutendsten Fachmessen für Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung in Deutschland. Die Halle 1 gilt dabei als zentrale Food-Halle der Messe. Genau dort befand sich der Stand im Umfeld von Schmeck den Süden.

Die Intergastra vereint Produzenten, Händler, Gastronomiebetriebe und Dienstleister und bietet eine Plattform für Innovation, Vernetzung und Weiterentwicklung. In der Food-Halle stehen Lebensmittel, Produktneuheiten, nachhaltige Konzepte und zukunftsfähige Lösungen im Mittelpunkt. Trends wie Regionalität, Transparenz, Bio-Zertifizierungen und Effizienzsteigerung prägen zunehmend die Diskussionen innerhalb der Branche.

Die Messe ist weit mehr als eine Präsentationsfläche. Sie ist ein Ort des Dialogs. Gespräche mit Kundinnen und Kunden spiegeln aktuelle Herausforderungen wider, etwa steigende Anforderungen an Planbarkeit, nachhaltige Beschaffung und wirtschaftliche Effizienz. Gleichzeitig entstehen im Austausch mit Lieferanten neue Impulse für Sortimentserweiterungen und Prozessoptimierungen.

Innovation zeigt sich nicht nur in neuen Produkten, sondern vor allem im Netzwerk. Die Intergastra verdeutlicht, wie wichtig starke Partnerschaften, transparente Strukturen und regionale Kooperationen für die Zukunft der Branche sind.

Ausbau des Schnittwaren-Sortiments – BIOZBW und Bio neu im Fokus

Ein wesentlicher Entwicklungsschritt im Februar ist der deutliche Ausbau des Schnittwaren-Sortiments – sowohl im Bereich BIOZBW als auch im klassischen Bio-Bereich. Neu hinzugekommen ist eine erweiterte Auswahl an BIOZBW-Schnittware, darunter Austernpilze, Kräuterseitlinge, Chinakohl, gelbe und rote Bete, Hokkaido, Lauch, Pastinaken, Petersilienwurzel, Rettich, Sellerie und Weißkraut. Diese Produkte stammen aus zertifizierter Bio-Produktion innerhalb Baden-Württembergs und verbinden regionale Herkunft mit professioneller Weiterverarbeitung.

Parallel dazu wurde auch das Sortiment an Bio-Schnittware erweitert. Dazu zählen Gurken, Karotten, Paprika, Zucchini, Zwiebeln, Spinat sowie Blattsalate wie Batavia, Radicchio und Rucola. Diese Produkte tragen das Bio-Siegel, sind jedoch nicht zwingend BIOZBW-zertifiziert. Beide Bereiche ergänzen sich und schaffen ein breites Angebot an ökologisch produzierter, küchenfertiger Ware.

Schnittware reduziert Vorbereitungszeiten, sorgt für gleichbleibende Qualität und unterstützt eine präzise Kalkulation im Küchenalltag. Gleichzeitig bleibt durch Zertifizierungen und transparente Partnerschaften die Herkunft klar nachvollziehbar. Die Kombination aus BIOZBW-Schnittware und Bio-Schnittware stärkt damit sowohl regionale Wertschöpfung als auch Effizienz in professionellen Küchenstrukturen.

Ausblick – Der März und die ersten Frühlingsboten

Mit dem Ende des Februars kündigt sich der Frühling zunehmend an. Erste Rhabarberstangen erscheinen, regionaler Spargel steht in den Startlöchern und frische Kräuter gewinnen an Bedeutung. Auch Bärlauch, mit seinem intensiven, knoblauchartigen Aroma, hält bald Einzug in die saisonale Küche und setzt grüne Akzente.

Der Übergang ist fließend. Winterprodukte verabschieden sich langsam, während Frühlingssortimente an Dynamik gewinnen. Diese Phase schafft Spannung und eröffnet neue kulinarische Möglichkeiten. Zwischen Winterkraft und Frühlingsfrische entsteht ein abwechslungsreiches Zusammenspiel aus Substanz, Farbe und Frische.

Fazit – Der Februar als bewusste Schnittstelle der Saison

Der Februar bündelt die letzten kraftvollen Winterprodukte, nutzt die Stabilität regionaler Lagerware und verbindet sie mit der Frische und Vitalität der Zitrusfrüchte. Er bringt mit der Faschingszeit Farbe und Kreativität auf den Teller, während gleichzeitig durch Austausch und Weiterentwicklung strukturelle Impulse gesetzt werden. Winterkohl zeigt noch einmal seine ganze Stärke, Äpfel und Birnen beweisen ihre aromatische Tiefe, Zitrusfrüchte unterstützen das Immunsystem und sorgen für sensorische Leichtigkeit.

Gleichzeitig markiert dieser Monat eine Phase der Weiterentwicklung im Sortiment. Der Ausbau der BIOZBW-Schnittware sowie der Bio-Schnittware steht exemplarisch für die Verbindung von Regionalität, Transparenz und Effizienz. Küchenfertige Ware mit klarer Herkunft schafft Planungssicherheit und unterstützt moderne gastronomische Strukturen, ohne den saisonalen Bezug zu verlieren.

Mit dem nahenden März verschiebt sich der Fokus allmählich. Erste Frühlingsprodukte kündigen sich an, Rhabarber und Spargel stehen bevor, Bärlauch bringt frische grüne Aromen ins Spiel. Doch gerade in diesem Übergang zeigt sich die Stärke einer bewusst saisonal gedachten Küche: Jede Phase hat ihre eigene Qualität und verdient Aufmerksamkeit. Der Februar steht somit für Konzentration, Vielfalt und Perspektive. Zwischen Wintertiefe und Frühlingsvorahnung entsteht eine Küche, die Substanz besitzt, farblich inspiriert und zugleich zukunftsorientiert weiterdenkt.